Einstellungen der Deutschen zu Umwelt- und Klimaschutz

Im Auftrag von heimatwurzeln e.V. hat das SINUS-Institut eine repräsentative Studie zu den Einstellungen der Deutschen in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz und zu politischer Teilhabe durchgeführt.
Hintergrund der Studie
heimatwurzeln e.V. setzt sich für einen konstruktiven Dialog im Umwelt- und Klimaschutz ein und möchte der zunehmenden gesellschaftlichen Polarisierung entgegenwirken. Der Fokus liegt dabei auf Menschen, die sich stark mit ihrer Heimat, ihren Traditionen und ihrem lokalen Umfeld verbunden fühlen – jedoch nicht der klassischen Klimabewegung zugehören. Ziel ist es, diesen Gruppen eine Stimme zu geben und praxisnahe, sozial sowie wirtschaftlich nachhaltige Lösungen für den Umweltschutz zu entwickeln.
Um die Kern- und Potenzialzielgruppen von heimatwurzeln e.V. besser zu verstehen, wurde eine empirische Untersuchung durchgeführt. Diese dient unter anderem als Baseline-Messung, um langfristige Entwicklungen – etwa in Bezug auf Problembewusstsein und Selbstwirksamkeitswahrnehmung – beobachten zu können.
Zentrale Studienergebnisse
- Kaum Vertrauen in Klimapolitik:
Nur 3% im Nostalgisch-Bürgerlichen Milieu und 6% in der Adaptiv-Pragmatischen Mitte haben Vertrauen in das Vorgehen der Politik beim Klima- und Umweltschutz. - Lebenshaltungskosten vor Klimaschutz:
Wie für die Milieus der Unterschicht gilt auch für die Mitte-Milieus: Lebenshaltungskosten haben aktuell eine deutlich höhere Relevanz als die ökologische Frage. - Hohe Politikverdrossenheit:
Im Nostalgisch-Bürgerlichen Milieu denken 78%, dass Politikern das Volk gleichgültig ist. Im Adaptiv-Pragmatischen Milieu sind es 59%.